Der Tod ist ein Thema. Er berührt, er verändert. Er schließt ab und öffnet Türen. Er hat alles, was man in einem guten Buch, einem Theaterstück oder Film erwartet. Es gibt wahrscheinlich nicht viel, was stärker als dieses Thema ist. Er ist endgültig.
Was davor war, hängt von so vielen Faktoren ab. Wenn er plötzlich aufgrund eines Autounfalles, nach einem Sturz mit dem Rad oder beim Arbeiten mit Starktstrom kommt, ändert sich nur das Danach. Kündigt er sich durch Krebs oder eine andere Krankheit an, dann ist das Davor eine besondere Zeit des Bangens, Haderns, Zitterns und Hoffens, aber vor allem des Wartens. Das Gefühlskaleidoskop, das man als Angehöriger oder nahestehende Person durchlebt, ist bunt und schimmert in vielen Farben. Es sind vielleicht überwiegend Grautöne, aber helle und freundliche Farben finden sich dort ebenfalls.
Meine Mutter ist vor knapp zwei Wochen gestorben. Pankreatitis. Die Diagnose erhielt sie ziemlich genau vor einem Jahr. Die Tage vor dem 11. August verlebte und erlebte sie in der Palliativabteilung der Uni-Klinik Gießen. Ich bin meinen Partnern, Kunden und Mitstreitern dankbar, dass sie mir in den Sommerwochen Zeit gegeben haben. Deadlines wurden verschoben, Projekte umgeschichtet.
Der Tod ist ein Thema. Er berührt und verändert. Einen selbst, das Umfeld und darüber hinaus. Er macht möglich, selbst in Zeiten des Unmöglichen.
Patrick Merck, August 2025, in Erinnerung an meine Mutter, Anna Margarete Merck








